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  • KI als Chance für Deutschland, Versäumnisse in der Digitalisierung auszugleichen
  • Von Pilotprojekten zur produktiven KI: Leistungsfähige und sichere Netzwerke werden zum entscheidenden Erfolgsfaktor
  • Cisco Report: KI verdreifacht Netzwerkverkehr in Deutschland binnen drei Jahren

Frankfurt, 16. Juni 2026 – Cisco zeigt heute auf der Hausmesse Cisco Connect in Frankfurt am Main, wie Unternehmen KI sicher, skalierbar und produktiv einsetzen können. Im Mittelpunkt stehen neue Cisco-Innovationen für KI-fähige Infrastrukturen sowie aktuelle Studienergebnisse. Sie zeigen: Deutschland hat eine gute Ausgangsposition, doch für den Schritt von KI-Pilotprojekten in produktive Anwendungen werden leistungsfähige, sichere und resiliente Netzwerke zum entscheidenden Faktor.

In seiner Keynote zur Eröffnung der Cisco Connect erklärte Uwe Peter, Geschäftsführer von Cisco Deutschland, die aktuellen Trends für die deutsche Wirtschaft in Bezug auf KI: „Was vor einem Jahr noch Prognose war, ist heute Realität: Agentic AI hat sich durchgesetzt. Für Deutschland ist das die zweite Chance. Wir können Versäumnisse der Digitalisierung, die lange als Wettbewerbsnachteil galten, aufholen und andere Länder in vielen Bereichen sogar überholen. Jetzt entscheidet sich, ob Unternehmen in Pilotprojekten stecken bleiben oder Deutschland zum Anwendungsweltmeister wird.“

Wie dieser Schritt gelingen kann, zeigt Cisco auf der Cisco Connect anhand konkreter Innovationen und Praxisbeispiele. Dazu stellte Chintan Patel, Chief Technology Officer, Cisco EMEA, die neuesten Cisco-Innovationen für KI-fähige Infrastrukturen vor, darunter Cisco Cloud Control, eine einheitliche AgenticOps-Plattform, mit der Menschen und KI-Agenten kritische IT-Infrastrukturen gemeinsam verwalten, überwachen und schützen können. Die Paneldiskussion „KI-Zukunft made in Germany“ mit Hanna Hennig, CIO von Siemens, Verena Pausder, Vorstandsvorsitzende des Startup-Verbands, und Uwe Peter vertiefte die Frage der praktischen KI-Nutzung – von zukunftsfähigen Arbeitsplätzen über digitale Resilienz bis zur Datenhoheit – aus Sicht von Wirtschaft und Industrie.

Die zentrale Botschaft der Cisco Connect: Der Erfolg von KI hängt nicht nur von Anwendungen und Modellen ab, sondern zunehmend von der Infrastruktur dahinter. Leistungsfähige, sichere und resiliente Netzwerke werden zur Grundlage dafür, KI aus Pilotprojekten in produktive Anwendungen zu überführen. Der aktuelle Cisco AI Networking Report zeigt, wie weit Unternehmen in Deutschland dabei bereits sind – und wo der größte Handlungsbedarf liegt.

KI braucht starke Netze

Der Report zeigt: KI ist in deutschen Unternehmen angekommen. Doch ohne leistungsfähige Netzwerkinfrastruktur und Cybersicherheit stoßen sie bald an Grenzen. Deutsche Firmen nutzen KI bereits über alle Branchen hinweg: Generative AI kommt bei 36 Prozent unternehmensweit zum Einsatz, Agentic AI bei 32 Prozent und Physical AI bei 25 Prozent.

Der Blick nach vorn zeigt: Etwa die Hälfte der deutschen Befragten erwartet in den kommenden 24 Monaten einen deutlichen Anstieg ihrer KI-Nutzung: bei Generative AI sind es 50 Prozent, bei Agentic AI 42 Prozent und bei Physical AI 33 Prozent. Passend dazu gehen die Befragten davon aus, dass sich der dadurch verursachte Datenverkehr in ihren Netzwerken in den kommenden 3 Jahren mehr als verdreifachen wird – ein deutlicher Anstieg um 214 Prozent.

Der Grund: Im Gegensatz zu menschlichen Nutzern lösen KI-Agenten innerhalb von Sekunden Dutzende API-Aufrufe, Datenbankabfragen und Inferenzprozesse aus. Sie erzeugen damit einen dichten Ost-West-Datenverkehr, also laterale Kommunikation, die erforderlich ist, damit KI-Agenten Daten austauschen können. Dafür wurden klassische Arbeitsplatznetzwerke nie ausgelegt. Diese agentenbasierten KI-Workloads haben das Potenzial, Unternehmen grundlegend zu verändern. Gleichzeitig sind sie deutlich anfälliger für Netzwerkprobleme als herkömmliche Anwendungen, vor allem in Bezug auf Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit (65 %), Bandbreite (62 %), Latenz (64 %) und Paketverlust (42 %).

Nur 24 Monate für Modernisierung, bevor Netzwerkkapazität an Grenzen stößt

Durch die steigende Belastung der Netzwerke erwarten 67 Prozent der Befragten in Deutschland, dass ihre Netzwerke in den nächsten 24 Monaten an Kapazitätsgrenzen stoßen. 84 Prozent sagen, dass sie Upgrades benötigen, um mit dem Datenwachstum Schritt zu halten. Nur 16 Prozent sehen ihre Infrastrukturen vollständig darauf vorbereitet. KI erzwingt also eine grundlegende Modernisierung der Infrastruktur in klassischen Unternehmensnetzwerken. Gerade WLAN entwickelt sich dabei zu einem Engpass für KI-Workloads. Die Hälfte der Befragten nennt WLAN als den Bereich, der den größten Anstieg der Kapazitätsanforderungen verursacht.

Gleichzeitig glauben 70 Prozent der Befragten, dass sich KI-bezogene Bedrohungen schneller entwickeln als sie darauf reagieren können. So können 90 Prozent schon jetzt kaum noch Schritt halten und bei 86 Prozent hat KI bereits Schaden angerichtet.

Der Report zeigt, Unternehmen haben nur etwa 24 Monate Zeit, bevor die Netzwerkkapazität ihre Grenzen erreicht und Angriffsflächen so groß werden, dass aktuelle Schutzmaßnahmen sie nicht mehr absichern können. Netzwerkresilienz, Observability und adaptive Sicherheit für Netzwerke sind im KI-Zeitalter daher keine Nebenschauplätze mehr, sondern für das Funktionieren der KI unerlässlich. Organisationen, die Netzwerkmodernisierung als Voraussetzung für ihre KI-Strategie betrachten und nicht als parallelen Arbeitsstrang, werden das nächste Jahrzehnt der Unternehmens-KI prägen.

Den gesamten Report finden Sie hier.

Hier erfahren Sie mehr über die Cisco Connect 2026.

Bildmaterial zur Meldung finden Sie hier.

Über die Studie

Foundry führte eine quantitative Umfrage durch, die gemeinsam mit Cisco konzipiert und von Cisco gesponsert wurde. Befragt wurden 3.472 CIOs sowie Führungskräfte aus den Bereichen Netzwerk, End User Computing und Technologie in Asien-Pazifik, Europa, dem Nahen Osten, Lateinamerika und Nordamerika. Darunter waren 200 aus Deutschland. Die Befragten arbeiten in Organisationen mit mehr als 500 Mitarbeitenden und durchschnittlich 3.292 Campus- beziehungsweise Zweigstellenstandorten. Zusätzlich führte Foundry sechs ausführliche Interviews mit Führungskräften in Asien-Pazifik, Europa und den USA. Die gesamte Untersuchung wurde zwischen März und April 2026 durchgeführt.