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  • Dynamik bei WLAN-Investitionen: Drei von vier deutschen Unternehmen haben Investitionen in drahtlose Technologien in den letzten fünf Jahren erhöht
  • Multiplikatoreffekt: Knapp zwei Drittel steigern damit die Kundenbindung, rund drei Viertel verbessern Mitarbeiterproduktivität und Effizienz
  • Mangel an Fachkräften: Neun von zehn befragten deutschen Unternehmen berichten von Fachkräftemangel im Wireless-Bereich

Garching, 14. April 2026 – Cisco (NASDAQ: CSCO), weltweit führender Anbieter von Unternehmensnetzwerk- und Cybersicherheitslösungen, hat seinen ersten „State of Wireless Report“ veröffentlicht. Demnach hat sich WLAN zu einem strategischen Wachstumsmotor mit Multiplikatoreffekt entwickelt. Die Umfrage wurde unter mehr als 6.000 Fachleuten für drahtlose Netzwerke weltweit durchgeführt, davon mehr als 300 aus Deutschland. Sie zeigt: Wer drahtloser Technologie strategische Priorität einräumt, erzielt einen deutlich höheren geschäftlichen Nutzen als vergleichbare Mitbewerber, dank erhöhter Produktivität und Kundenbindung.

Dieser Mehrwert unterliegt jedoch dem „Wireless-AI-Paradoxon“: Während KI ein zentraler Treiber für den ROI im Wireless-Bereich ist, erhöht sie gleichzeitig die betriebliche Komplexität und die Sicherheitsrisiken.

Vorteile für Kunden, Prozesse, Mitarbeitende und Umsatz

Das Internet der Dinge, KI und Anwendungen mit hoher Bandbreite wie 4K/8K-Streaming und AR/VR sind heute zentrale Treiber für die Modernisierung drahtloser Netzwerke. Entsprechend investieren Unternehmen in Deutschland verstärkt:

  • 74 Prozent haben ihre Ausgaben im Bereich drahtlose Infrastruktur in den letzten fünf Jahren gesteigert
  • 26 Prozent haben ihre Budgets in diesem Zeitraum um 50 Prozent oder mehr erhöht
  • 74 Prozent erwarten weitere Budgeterhöhungen in den nächsten 4 bis 5 Jahren
  • 25 Prozent erwarten in diesem Zeitraum eine Budgeterhöhung um 50 Prozent oder mehr

Deutsche Unternehmen, die bereits modernisieren, erleben einen Multiplikatoreffekt – da eine Investition in drahtlose Technologien mehrere positive Geschäftsergebnisse erzielt:

  • 76 Prozent berichten von einem Effizienzgewinn im Betrieb
  • 72 Prozent stellen eine erhöhte Mitarbeiterproduktivität fest
  • 64 Prozent beobachten eine verstärkte Kundenbindung
  • 61 Prozent verzeichnen Umsatzsteigerungen

„Die Belegschaft entwickelt sich zu gemischten Teams aus Menschen, KI-Agenten und automatisierten Systemen, die gemeinsam mit maschineller Geschwindigkeit arbeiten“, sagt Anurag Dhingra, SVP & GM, Enterprise Connectivity & Collaboration, Cisco. „Die Grundlage dafür bildet WLAN. Denn die Technologie verbindet jeden Endpunkt, schützt jede Interaktion und liefert die Datenbasis für bessere Entscheidungen im gesamten Unternehmen. KI ist derzeit sowohl die größte Chance als auch die größte Herausforderung für Unternehmensnetzwerke.“

Laut der Umfrage beschleunigen Unternehmen die Modernisierung ihrer drahtlosen Netzwerke und steigen dabei auf die nächsten Technologie-Generationen um. Knapp zwei Drittel (63 %) der deutschen Unternehmen nutzen bereits Wi-Fi 6E oder wollen die Technologie innerhalb eines Jahres einführen, bei Wi-Fi 7 sind es 57 Prozent.

Das Wireless-AI-Paradoxon

KI treibt zwar Innovationen voran, bringt aber auch drei miteinander verbundene Herausforderungen mit sich: betriebliche Komplexität, Sicherheitsgefahren und erhöhten Fachkräftemangel. Werden diese erfolgreich bewältigt, steigert sich die Wahrscheinlichkeit für Unternehmen, einen hohen ROI im Wireless-Bereich zu erzielen. Laut der Studie liegt das Potential hier bei bis zu 63% mehr ROI durch Investitionen in drahtlose Netze. Um diesen Wettbewerbsvorteil zu nutzen, sollten Unternehmen:

  1. Betriebliche Komplexität senken: Fast alle Unternehmen (98 %) in Deutschland berichten von einer steigenden Komplexität im Wireless-Bereich. Diese bindet Ressourcen, zieht Teams von strategischen Aufgaben ab und behindert KI-Initiativen. Entsprechend bevorzugen knapp vier von fünf (79 %) deutschen Unternehmen ein vollständig oder weitgehend automatisiertes WLAN mit KI-gesteuerten Prozessen.
  2. Sicherheitsrisiken reduzieren: Durch KI verursachte Vorfälle sind ein Hauptgrund für das gestiegene Sicherheitsrisiko bei drahtlosen Netzwerken. 79 Prozent der deutschen Unternehmen berichten von mindestens einem Sicherheitsvorfall im WLAN-Bereich innerhalb der letzten 12 Monate. 49 Prozent verzeichnen finanzielle Verluste, bei 57 Prozent davon lagen diese im vergangenen Jahr bei über 1 Million US-Dollar.
  3. Fachkräftemangel bewältigen: In Deutschland haben 89 Prozent der Führungskräfte Schwierigkeiten, qualifizierte Fachkräfte im Wireless-Bereich einzustellen. Talente wechseln zunehmend in Bereiche wie Cybersicherheit (50 %) und KI (46 %). Die Folgen sind höhere Betriebskosten (34 %), eine schlechtere Arbeitsmoral (29 %) und geringere Innovationskraft (26 %).

„98 Prozent der deutschen Unternehmen berichten von steigender Komplexität, 79 Prozent von Sicherheitsvorfällen und 89 Prozent von Fachkräftemangel im Wireless-Bereich“, erklärt Kay Wintrich, Enterprise Networking Lead Germany bei Cisco Systems. „Diese Faktoren verstärken sich gegenseitig. Nur ein ganzheitlicher Ansatz, der alle drei Faktoren berücksichtigt, ermöglicht es Unternehmen, das volle Potenzial der neuen Generationen drahtloser Netzwerktechnologien auszuschöpfen.“

 

Über die Studie

Der Cisco State of Wireless Report ist eine erstmalig durchgeführte globale Studie. Sie basiert auf Interviews mit 6.098 EntscheidungsträgerInnen und technischen SpezialistInnen im Bereich Wireless, davon 302 aus Deutschland. Weltweit stammen die Befragten aus Unternehmen mit mindestens 250 Mitarbeitenden, die in 30 Ländern sitzen und einer Vielzahl von Branchen tätig sind. Die Untersuchung wurde von Sandpiper Research & Insights durchgeführt.